Brexit reloaded – worauf sich Britische Staatsbürger einstellen müssen

Brexit reloaded – worauf sich Britische Staatsbürger einstellen müssen

Fragen zum Brexit und einem notwendigen Aufenthaltstitel in Deutschland stellen Sie gern telefonisch! Tel. +49 40 278 78 905

Briten raus? - Nein, so schlimm wird es zum Glück nicht

Auch nach Brexit-Verlängerung: Gehen Sie mit uns den Weg zu Ihrem Aufenthaltstitel in Deutschland

Nun ist er also bis zum 31. Oktober verschoben, der Brexit. Aber selbst, wenn der ausgehandelte und mehrfach vom britischen Parlament abgelehnte Austrittsvertrag noch ratifiziert wird, endet zukünftig die Freizügigkeit für Briten auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Sprich: Staatsangehörige des U.K. werden danach verpflichtet sein, bei der für ihren Wohnsitz zuständigen Ausländerbehörde einen Aufenthaltstitel zu beantragen.

Was ist zu tun?

  • Niemand muss aktuell das Land verlassen
  • Wer noch nicht gemeldet ist, aber später bleiben möchte, sollte die Anmeldung umgehend nachholen
  • Recherchieren Sie, wie die für Sie zuständige Ausländerbehörde vorgeht: Können Sie sich erst einmal registrieren, um dann zum Termin eingeladen zu werden? Oder benötigen Sie gleich aktiv einen Termin?
  • Verfolgen Sie die weiteren Veröffentlichungen des Bundesministeriums des Inneren (BMI) und der lokalen Ausländerbehörden
  • Informieren Sie sich, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Dokumenten Sie zukünftig einen Aufenthaltstitel in Deutschland beantragen können. Dabei unterstützen wir Sie gern
  • Prüfen Sie als Arbeitgeber, ob Arbeitnehmer mit britischen Pass sich rechtzeitig um einen Aufenthaltstitel bemühen, damit Sie sie im Fall des ungeregelten Brexit weiter legal beschäftigen können. Unterstützen Sie Ihre Arbeitnehmer entsprechend, damit Sie sie nicht verlieren, vor allem wenn eine Anerkennung von Berufsabschlüssen notwendig werden sollte
  • Klären Sie als Arbeitgeber vor Neueinstellungen aus U.K., ob Ihr neuer Mitarbeiter ein Visum und einen Aufenthaltstitel bekommen kann. Auch wenn Sie Betriebsteile oder Unternehmen aus Großbritannien nach Deutschland verlagern wollen, bieten wir den passenden Support

Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an: Tel. +49 40 278 78 905

Mit dem Deal können die schon hier lebenden Briten bleiben

Aber keine Angst: Sie müssen als britischer Staatsbürger das Land nicht verlassen! Aber bis spätestens 31. Oktober plus eine eventuelle Übergangsfrist sind alle Briten – auch im Fall des ungeregelten Brexit – noch befreit, einen Aufenthaltstitel zu besitzen, jedoch müssen sie bis zu diesem Datum einen entsprechenden Antrag bei der Ausländerbehörde gestellt haben. Da sie bislang ein Aufenthaltsrecht in Deutschland hatten und hier gemeldet sind, müssen Bürger des Vereinigten Königreiches nicht nach Großbritannien zurückkehren und auf der deutschen Botschaft einen Antrag stellen, sondern können den Prozess der Beantragung im Inland starten.

Bis zur Entscheidung des Antrags bleibt der Aufenthalt und die Ausübung jeglicher Erwerbstätigkeit gestattet. Das gilt natürlich auch dann, wenn der jüngst im Unterhaus mehrfach abgelehnte Deal doch noch verabschiedet wird und in Kraft tritt. Dann gäbe es eine großzügige Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2020, in der sich faktisch nichts ändert. Das bislang gescheiterte Austrittsabkommen sah ohnehin einen weitgehenden Erhalt des Freizügigkeitsrechts der Betroffenen vor, sogar auf Lebenszeit.

Egal ob mit Deal oder ohne ist aber schon jetzt klar, dass danach niemand mehr aus Großbritannien ohne Aufenthaltstitel mehr als 90 Tage nach Deutschland kommen kann, um hier zu leben und zu arbeiten.

Spätestens ab Sommer 2019 werden britische Staatsangehörige einen Aufenthaltstitel oder einen Nachweis über ein Aufenthaltsrecht benötigen

Bislang mussten sich Briten lediglich anmelden, wenn Sie ihren Wohnsitz nach Deutschland verlegten oder hier als Arbeitnehmer oder Selbständige arbeiten wollten. Egal, ob mit hartem oder weichem Brexit, dieses Recht wird zukünftig verloren gehen und Großbritannien wird faktisch erst einmal zum Drittstaat. Bestandsschutz haben nur jene, die vor dem Stichtag schon gemeldet waren. Danach gilt: Nichts geht mehr.

Ab einer Aufenthaltsdauer von 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen ab dem Datum der ersten Einreise wird dann also eine Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis benötigt. Das gilt nach dem Austritt mit oder ohne Deal auch für alle neu einreisenden Studenten, akademische Fachkräfte, Trainees, entsendete Beschäftigte, Künstler, Sportler – und nicht zu vergessen deren Familienangehörige.

Vor allem bei Organen von Gesellschaften und leitenden Angestellten, die vielleicht irrtümlich glauben, sie bräuchten keinen Aufenthaltstitel, da sie ja keine „Beschäftigten“ seinen, sollten daher die Alarmglocken läuten. Bis auf Ausnahmen benötigen Erwerbstätige eine Zustimmung der Agentur für Arbeit, bis heute Arbeitserlaubnis oder Arbeitsgenehmigung genannt. Britische Staatsangehörige in reglementierten Berufen wie Anwälte, Steuerberater oder Ärzte müssen sich um ihre berufliche Anerkennung kümmern, wenn sie in der Zukunft nach Deutschland kommen wollen, da sie sonst nicht zur Ausübung Ihres Berufes in Deutschland berechtigt sind.

Eine ganze Reihe von Arbeitnehmern wird dann eines Tages nicht mehr nach Deutschland kommen können, weil sie nicht in einem Mangelberuf arbeiten, der ihnen auch ohne akademische Ausbildung ein Bleibe- und Arbeitsrecht bietet, wenn sie die Gleichwertigkeit ihrer jeweiligen Berufsausbildung nachweisen können. Das betrifft Mangelberufe wie sie z.B. in der Positivliste aufgeführt sind.

Deal oder No-Deal, das ist hier die Frage!

Bis Halloween 2019 ist nun erst einmal abgewendet, dass die mehr als 115.000 (Stand 2017; Quelle: statista.com) in Deutschland lebenden Bürger des Vereinigten Königreichs so behandelt werden wie Staatsangehörige von z.B. Indien, Ghana oder Kolumbien. Aber vom Tisch ist es noch nicht, denn es ist ja durchaus möglich, dass das britische Unterhaus, jetzt da der Druck wieder weg ist, auch nicht zu einer Lösung kommt. Wenn der Druck, den ungeregelten Brexit zu vermeiden, bislang nicht gereicht hat, fragt man sich, was nun eigentlich besser werden soll, und was man nicht schon längst hätte vereinbaren können.

Gut integrierte, hier lebende Bürger bleiben also weiter im Ungewissen betreffend ihren Status und das Bleiberecht. Das gleiche gilt auch für die Ausländerbehörden, die nun viele weitere Monate im Alarmzustand bleiben werden.

Für gut verdienende Akademiker, deren Tätigkeit im Zusammenhang mit Ihrem Studium steht sowie wissenschaftliches Lehrpersonal und Wissenschaftler wird im Falle eines ungeregelten Brexit die Blaue Karte EU der passende Aufenthaltstitel sein, eine langfristige Aufenthaltserlaubnis zu ergattern, wird doch keine Zustimmung der Agentur für Arbeit benötigt und es findet keine Vorrangsprüfung statt.

Andere qualifizierte Fachkräfte und Spezialisten, überwiegend Akademiker, die besonders qualifizierten Tätigkeiten nachgehen, werden ebenfalls wenig Probleme haben, an einen Aufenthaltstitel zu kommen, wenn es doch noch zum Äußersten kommt. Der Fachkräftemangel in Deutschland bleibt schließlich auch bestehen, wenn das Vereinigte Königreich gänzlich im Meer versenke.

Erstaunlich sorglos

Erstaunlich ist die Sorglosigkeit, mit der Unternehmen in Großbritannien und britische Staatsbürger in Deutschland, den Brexit betrachten. Obwohl die Quote der Einbürgerungen zugenommen hat, kümmern sich erstaunlich wenige Briten um Ihren Status nach dem Brexit, ganz so als gingen alle davon aus, dass das Bleiberecht durch eine Verabschiedung des Austrittsabkommens schon gesichert sei. Relocation-Agenturen verzeichnen jedenfalls kaum Anfragen von Unternehmen oder hilfesuchende Anrufe von britischen Bürgern.

Scheinbar schrauben britische Unternehmen den ein oder anderen Briefkasten in der EU an die Wand, aber von nennenswerten Verlagerungen von Betriebsteilen, Personal oder signifikanten Anmietungen von Büroraum in Deutschland kann kaum die Rede sein. Das widerspricht fundamental der veröffentlichten Meinung in den Medien oder den Ankündigungen von Unternehmen. „Talk is cheap“, scheint hier das Motto und Abwarten die Maxime zu sein. Vielleicht sollte man nicht vergessen, dass auch ein weicher Brexit noch keine Behandlung von Großbritannien als EWR-Staat beinhaltet. Die britischen Inseln werden EU-Ausland ohne gemeinsamen Markt und Freizügigkeit für Menschen, Waren und Kapital. Der weiche Bexit sorgt lediglich für weniger Chaos und eine sanftere Landung in der neuen Realität.

Wir lösen Ihr Brexit-Problem

„Der Brexit geht in die Verlängerung. Die Politik bekommt es hüben wie drüben nicht gebacken, den Willen der Bürger politisch umzusetzen. Die EU ist wie eine betrogene Ehefrau, die während des laufenden Scheidungsverfahrens doch noch mal mit ihrem Ehemann ins Bett steigt. Ziemlich blöd…

Wir bleiben für Sie am Ball und auf jede Eventualität vorbereitet. Bislang ist die Trennung ja ausgeblieben und wir erwarten, dass es erst wenn die Fakten geschaffen sind, zu nennenswerten Wanderungen von Unternehmen und Menschen kommen wir. Bislang haben sich weder britische Bürger noch Unternehmen bei uns gemeldet. Die Ruhe vor dem Sturm.

Dafür rufen uns täglich Bürger von Drittstaaten an, die in Deutschland leben und arbeiten wollen. Während diese Menschen aus allen Teilen der Welt sich aktiv kümmern, scheinen die Briten zu meinen, am Ende werde sich schon alles irgendwie fügen. So mancher mag da eine Überraschung erleben. 

Und wenn´s schief geht und am Ende alle ganz schnell Unterstützung brauchen, gilt wie immer unser Motto: You´ve got a Friend in Germany!

Foto: Anders Consulting Relocation Service unter Verwendung von Adobe Stock Datei: #87492980 | Urheber: Markus Mainka

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