Brexit – worauf sich Britische Staatsbürger einstellen müssen

Brexit – worauf sich Britische Staatsbürger einstellen müssen

Fragen zum Brexit und einem notwendigen Aufenthaltstitel in Deutschland stellen Sie gern telefonisch! Tel. +49 40 278 78 905

Briten raus? - Nein, so schlimm wird es zum Glück nicht

Gehen Sie mit uns den Weg zu Ihrem Aufenthaltstitel in Deutschland

Am 29. März 2019 um Mitternacht wird das Vereinigte Königreich die Europäische Union (EU) verlassen. Wenn es nicht noch 1. zu einem Aufschub, 2. einem neuen “Deal”, der das Aufenthaltsrecht anderweitig regelt oder 3. der Absage des Brexit kommt, werden nach einer Übergangsfrist von 3 Monaten alle Staatsangehörigen des U.K. verpflichtet sein, bei der für ihren Wohnsitz zuständigen Ausländerbehörde einen Aufenthaltstitel zu beantragen.

Was muss man am besten sofort tun?

  • Niemand muss das Land sofort verlassen
  • Wer noch nicht gemeldet ist, sollte das umgehend nachholen
  • Recherchieren Sie, wie die zuständige Ausländerbehörde vorgeht: Können Sie sich erst einmal registrieren, um dann zum Termin eingeladen zu werden? Oder benötigen Sie gleich aktiv einen Termin?
  • Verfolgen Sie die weiteren Veröffentlichungen des Bundesministeriums des Inneren (BMI) und der lokalen Ausländerbehörden
  • Informieren Sie sich, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Dokumenten Sie einen Aufenthaltstitel in Deutschland beantragen können. Dabei unterstützen wir Sie gern
  • Prüfen Sie als Arbeitgeber, ob Arbeitnehmer mit britischen Pass sich rechtzeitig um einen Aufenthaltstitel bemühen, damit Sie sie weiter legal beschäftigen können. Unterstützen Sie Ihre Arbeitnehmer entsprechend, damit Sie sie nicht verlieren, vor allem wenn eine Anerkennung von Berufsabschlüssen notwendig werden sollte
  • Klären Sie als Arbeitgeber vor Neueinstellungen aus U.K., ob Ihr neuer Mitarbeiter ein Visum und einen Aufenthaltstitel bekommen kann. Auch wenn Sie Betriebsteile oder Unternehmen aus Großbritannien nach Deutschland verlagern wollen, bieten wir den passenden Support

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Nur wenn der ungeregelte Brexit noch gestoppt wird, können britische Staatsbürger ohne Aufenthaltstitel in Deutschland leben und arbeiten

Aber keine Angst: Sie müssen als britischer Staatsbürger das Land nicht sofort verlassen! Bis zum 30. Juni 2019 sind alle Briten – auch im Fall des ungeregelten Brexit – noch befreit, einen Aufenthaltstitel zu besitzen, jedoch müssen sie bis zu diesem Datum einen entsprechenden Antrag bei der Ausländerbehörde gestellt haben. Da sie bislang ein Aufenthaltsrecht in Deutschland hatten und hier gemeldet sind, müssen Bürger des Vereinigten Königreiches nicht nach Großbritannien zurückkehren und auf der deutschen Botschaft einen Antrag stellen, sondern können den Prozess der Beantragung im Inland starten.

Bis zur Entscheidung des Antrags bleibt der Aufenthalt und die Ausübung jeglicher Erwerbstätigkeit gestattet. Das gilt natürlich auch dann, wenn der jüngst im Unterhaus abgelehnte Deal doch noch verabschiedet wird und in Kraft tritt, denn dann verlören britische Staatsbürger zwar auch vollständig das Freizügigkeitsrecht, die Niederlassungsfreiheit und die Arbeitnehmerfreizügigkeit, die sie bislang genossen, aber es gäbe eine Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2020.

Das gescheiterte Austrittsabkommen sah einen weitgehenden Erhalt des Freizügigkeitsrechts der Betroffenen vor, sogar auf Lebenszeit. Das hätte auch für alle gegolten, die vor dem 31. Dezember 2020 nach Deutschland gezogen wären und sich hier angemeldet hätten. Im Falle des “No Deal” ist also schon jetzt klar, dass niemand mehr aus Großbritannien ohne Aufenthaltstitel mehr als 90 Tage nach Deutschland kommen kann, um hier zu leben und zu arbeiten.

Spätestens ab Sommer 2019 werden britische Staatsangehörige einen Aufenthaltstitel oder einen Nachweis über ein Aufenthaltsrecht benötigen

Bislang mussten sich Briten lediglich anmelden, wenn Sie ihren Wohnsitz nach Deutschland verlagerten oder hier als Arbeitnehmer oder Selbständige arbeiten wollten. Egal, ob mit harten oder weichem Brexit, dieses Recht wird entweder schon im März 2019 oder zu einem späteren Zeitpunkt verloren gehen und Großbritannien wird faktisch erst einmal zum Drittstaat. Somit werden alle Briten für die Einreise ein Visum benötigen; eine wirklich gespenstische Konsequenz, die aber schon seit langer Zeit folgerichtig ist und damit vorhersehbar war.

Ab einer Aufenthaltsdauer von 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen ab dem Datum der ersten Einreise wird nun also eine Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis benötigt. Hier sollten sich nicht nur Arbeitnehmer und Selbständige angesprochen fühlen, sondern auch Studenten, akademische Fachkräfte, Trainees, entsendete Beschäftigte, Künstler, Sportler – und nicht zu vergessen deren Familienangehörige.

Vor allem bei Organen von Gesellschaften und leitenden Angestellten, die vielleicht irrtümlich glauben, sie brauchten keinen Aufenthaltstitel, sollten daher die Alarmglocken läuten. Bis auf Ausnahmen benötigen Erwerbstätige eine Zustimmung der Agentur für Arbeit, bis heute Arbeitserlaubnis oder Arbeitsgenehmigung genannt. Britische Staatsangehörige in reglementierten Berufen wie Anwälte, Steuerberater oder Ärzte müssen sich daher umgehend um ihre berufliche Anerkennung kümmern, da sie sonst nicht zur Ausübung Ihres Berufes in Deutschland berechtigt sind.

Eine ganze Reihe von Arbeitnehmern wird dann vielleicht Deutschland sogar verlassen müssen, weil sie nicht in einem Mangelberuf arbeiten, der ihnen auch ohne akademische Ausbildung ein Bleibe- und Arbeitsrecht bietet, wenn sie die Gleichwertigkeit ihrer jeweiligen Berufsausbildung nachweisen können, Mangelberufe wie sie z.B. in der Positivliste aufgeführt sind.

Wer kann bleiben? Wer muss gehen?

Nun werden also alle mehr als 115.000 (Stand 2017; Quelle: statista.com) in Deutschland lebenden Bürger des Vereinigten Königreichs behandelt wie Staatsangehörige von z.B. Indien, Ghana oder Kolumbien. Das dürfte für die in Deutschland lebenden Briten ein Schock sein, auch wenn die Zeichen an der Wand ja nicht erst seit der letzten heißen Phase des geplatzten Brexit-Deals mit der EU zu sehen waren.

Gut integrierte, hier lebende Bürger müssen sich nach vielen Jahren des Aufenthalts der Prozedur unterziehen, eine behördliche Genehmigung zu erhalten, sich legal in Deutschland aufhalten und hier arbeiten zu dürfen. Man kann sich auch leicht vorstellen, was das für die bereits jetzt chronisch überlasteten Ausländerbehörden bedeutet.

Für gut verdienende Akademiker, deren Tätigkeit im Zusammenhang mit Ihrem Studium steht sowie wissenschaftliches Lehrpersonal und Wissenschaftler wird die Blaue Karte EU der passende Aufenthaltstitel sein, eine langfristige Aufenthaltserlaubnis zu ergattern, wird doch keine Zustimmung der Agentur für Arbeit benötigt und es findet keine Vorrangsprüfung statt.

Qualifizierte Fachkräfte und Spezialisten, überwiegend Akademiker, die besonders qualifizierten Tätigkeiten nachgehen, bei deren Ausübung in Deutschland ein gewisser Mangel an Personal herrscht, werden es ebenso leicht haben, einen entsprechenden Aufenthaltstitel zugesprochen zu bekommen, wobei das je nach Region und Einkommen auch gewisse Risiken bergen kann.

Einige Berufs- und Personengruppen dürfte es härter treffen

Sehr hart könnte es Selbständige treffen, die zwar meist schon ein laufendes und profitables Gewerbe aufgebaut haben dürften, dieses nun aber noch mal auf den Prüfstand stellen lassen müssen. Auch der Lebensunterhalt und aktuell notwendige Investitionen müssen dann nachhaltig gesichert sein und nachgewiesen werden, bevor der begehrte Titel erteilt wird. Darauf ist nicht jeder Unternehmer vorbereitet, der unterjährig auch schon mal Verluste schreibt und negatives Kapital ausweist. Bleibt zu hoffen, dass die zuständigen Kammern hier Milde und Weitsicht walten lassen, denn die Beurteilung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit einer Selbständigkeit oder dem Wirken als Freiberufler eines Ausländers trifft nicht die Ausländerbehörde selbst.

Schlimm kann es auch für jene werden, die nach geltendem Recht einen Job machen, bei dem kein Mangel an deutschen Bewerbern zu verzeichnen ist und der keine spezielle Qualifikation erfordert, weder ein Studium noch einen einer Ausbildung im dualen System vergleichbaren Abschluss, z.B, einfache Sachbearbeiter, Arbeiter oder angelernte Kräfte. Von diesen Personen werden einige sehr schlechte Chancen auf einen Aufenthaltstitel haben und mit ihrem Antrag scheitern, so denn die Vergleichbarkeit mit Antragstellern aus anderen Drittstaaten gegeben sein soll. Man darf wohl davon ausgehen, dass es auf allen Ebenen der Legislative und Exekutive am Willen mangelt, den aus der EU ausgetretenen Briten eine Extrawurst zu braten.

Auch unverheiratete Partner oder nicht-eheliche Kinder sind dann Personenkreise, die praktisch keinen Aufenthaltsstatus in Deutschland erlangen können. Auch wenn das Gros der britischen Staatsbürger alle Hürden nehmen dürfte, werden sich doch auch eine ganze Reihe von menschlichen Dramen abspielen.

Wir lösen Ihr Brexit-Problem

Nun sind alle überrascht, dass der “No Deal” Realität zu werden scheint. Wir waren wohl alle ein bisschen zu naiv. Tatsächlich können auch wir kaum fassen, dass die Briten den Brexit wollten, ohne sich wirklich im Klaren darüber gewesen zu sein, was das für einen Rattenschwanz an unerfreulichen Konsequenzen hat. 

Aber wir haben nicht darüber zu richten, sondern lediglich dabei zu helfen, dass britische Staatsbürger die Unterstützung erhalten, die sie für den Verbleib in Deutschland brauchen. Man hat das Referendum auch dann zu akzeptieren, wenn man anders entschieden hätte. 

Und auch für jene Staatsbürger des Vereinigten Königreichs, die das Land jetzt erst recht Richtung Deutschland verlassen möchten, um auf dem attraktiven Arbeitsmarkt Deutschlands tätig zu werden, sind wir gern da und helfen mit unserem gesamten Programm an Immigration, Wohnungssuche und Settling-in, d.h. der Unterstützung des Einlebens. 

Es wird sich komisch anfühlen, Menschen mit britischen Pässen zur Ausländerbehörde zu begleiten, damit sie einen Aufenthaltstitel erhalten. Natürlich schränkt das für einige Briten den Zugang zu Deutschland und zu Europa als Arbeitsmarkt ein, für qualifizierte Zuwanderer wird sich aber im Ergebnis kaum etwas ändern, außer dass ein wenig mehr Bürokratie und Geduld erforderlich sind. Liebe Briten, willkommen in Deutschland und vergessen Sie nicht: You´ve got a Friend in Germany!”

Foto: Anders Consulting Relocation Service unter Verwendung von Adobe Stock Datei: #87492980 | Urheber: Markus Mainka

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