Aufenthaltstitel und Aufenthaltserlaubnis zum Leben und Arbeiten in Deutschland
Aufenthaltstitel beantragen und verlängern – Relocation-Support bei der Ausländerbehörde
Erst anmelden, dann zur Ausländerbehörde: Wer als internationale Fachkraft oder Expat mit einem nationalen Visum nach Deutschland kommt, muss sich zuerst am Wohnort anmelden und anschließend – vor Ablauf des Visums – bei der zuständigen Ausländerbehörde den langfristigen elektronischen Aufenthaltstitel (eAT) beantragen.
Eile ist geboten: Termine sind je nach Kommune erst nach Wochen oder Monaten frei, und einen Termin bekommt in der Regel nur, wer bereits gemeldet ist. Manche Ausländerbehörden erledigen Anmeldung und Antrag in einem Termin, viele nehmen Anträge inzwischen auch online entgegen.
Arbeitserlaubnis und Visum: Was für Drittstaatsangehörige gilt
Für die meisten Aufenthaltstitel zur Beschäftigung muss die Bundesagentur für Arbeit (BA) zustimmen – umgangssprachlich die Arbeitserlaubnis. Einen eigenständigen Antrag darauf gibt es nicht mehr; Botschaft bzw. Ausländerbehörde holen die Zustimmung behördenintern ein. Bei der Blauen Karte EU entfällt sie, wenn das reguläre Mindestgehalt erreicht wird. Bei der abgesenkten Gehaltsgrenze für Engpassberufe und Berufsanfänger bleibt sie erforderlich.
Die Anmeldung ist innerhalb von zwei Wochen nach Einzug Pflicht und Voraussetzung für fast alles Weitere: Steuer-ID, Bankkonto, Internet- und Telefonanschluss, Schul- oder Kitaplatz und Kindergeld.
Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, Neuseeland, der Republik Korea, des Vereinigten Königreichs und der USA dürfen visumfrei einreisen und den Aufenthaltstitel zur Erwerbstätigkeit innerhalb von drei Monaten in Deutschland beantragen. Arbeiten dürfen sie erst, wenn der Titel oder eine Fiktionsbescheinigung mit Erlaubnis zur Erwerbstätigkeit vorliegt. Achtung: Für die ICT-Karte gilt diese Erleichterung nicht. Auch ein Arbeitgeberwechsel oder eine erfolgreiche Jobsuche mit der Chancenkarte führt zur Ausländerbehörde.
Die Service-Liste zeigt unsere Unterstützung am Beispiel eines Aufenthaltstitels zur Erwerbstätigkeit für einen Antragsteller mit Familie. Anders Consulting Relocation Service erbringt keine Rechtsdienstleistungen, unterstützt aber bei Bedarf bei der Einholung externer Rechtsberatung.
Service-Liste: Aufenthaltstitel beantragen
Festpreis Single 410,00 Euro zzgl. ges. MwSt.
Je weitere Person 60,00 Euro zzgl. ges. MwSt.
Festpreis Single 350,00 Euro zzgl. ges. MwSt.
Je weitere Person 60,00 Euro zzgl. ges. MwSt.
Festpreis 500,00 Euro zzgl. ges. MwSt.
Die nächsten Schritte nach der Einreise
Aufenthaltstitel beantragen – ohne Stress bei der Ausländerbehörde
„Ein Termin für den elektronischen Aufenthaltstitel (eAT) dauert oft eine Stunde oder länger: Fingerabdrücke, Dokumentenprüfung, Dateneingabe. Da hilft ein Relocation-Manager, der alles vorbereitet hat, übersetzt und Probleme aus jahrelanger Erfahrung schnell löst.
Wir sorgen dafür, dass alle Unterlagen vollständig vorliegen. Läuft das Einreisevisum ab, bevor der eAT fertig ist, achten wir darauf, dass Sie eine Fiktionsbescheinigung erhalten – nach Möglichkeit mit Erlaubnis zur Erwerbstätigkeit, denn die Produktion des eAT dauert mehrere Wochen. Das gilt besonders, wenn nach visumfreier Einreise, etwa mit der Blauen Karte EU, sofort gearbeitet werden soll.
Ausländerbehörden legen Vorschriften unterschiedlich aus – in Dortmund manchmal anders als in Berlin – und viele sind überlastet. Wenn es hakt oder Sie nicht verstehen, was die Behörde von Ihnen will: Rufen Sie uns an. You’ve got a Friend in Germany!“
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Welche Aufenthaltstitel gibt es zum Arbeiten in Deutschland?
Drittstaatsangehörige können das reguläre Visumverfahren nutzen oder das vom Arbeitgeber eingeleitete beschleunigte Fachkräfteverfahren (§ 81a AufenthG). Welcher Weg im Einzelfall schneller ist, sollte früh geklärt werden. Die wichtigsten Optionen:
1. Blaue Karte EU (§ 18g AufenthG): anerkannter Hochschulabschluss und Mindestgehalt. Für Engpassberufe und Berufsanfänger gilt eine niedrigere Gehaltsgrenze, dann mit Zustimmung der BA. IT-Fachkräfte können sie auch ohne Studium mit Berufserfahrung erhalten.
2. Fachkräfte mit Berufsausbildung oder Studium (§§ 18a, 18b AufenthG): mit in Deutschland als gleichwertig anerkannter Qualifikation. Deutschkenntnisse sind je nach Beruf erforderlich, z. B. in der Pflege.
3. Berufserfahrung statt Anerkennung (§ 19c AufenthG i. V. m. § 6 BeschV): mindestens zwei Jahre Berufserfahrung und ein im Herkunftsland staatlich anerkannter Abschluss, wenn das Gehalt eine Mindestgrenze erreicht oder der Arbeitgeber tarifgebunden ist.
4. Anerkennungspartnerschaft (§ 16d AufenthG): Arbeitsaufnahme in Deutschland, während das Anerkennungsverfahren parallel läuft.
5. Konzerninterne Entsendung (ICT-Karte, § 19 AufenthG): für Führungskräfte und Spezialisten bis zu drei Jahre, für Trainees bis zu einem Jahr. Der Arbeitsvertrag im Herkunftsland bleibt bestehen.
6. Studienbezogene Praktika für Studierende ausländischer Hochschulen, in der Regel mit Zustimmung der BA.
7. Chancenkarte (§ 20a AufenthG): Arbeitssuche bis zu zwölf Monate, mit anerkannter Qualifikation oder über ein Punktesystem. Ein Nebenjob bis 20 Wochenstunden und Probebeschäftigungen sind erlaubt.
8. Sprachkurs (§ 16f AufenthG): Intensivkurs mit mindestens 18 Wochenstunden; Lebensunterhalt und Krankenversicherung müssen gesichert sein.
9. Selbständigkeit (§ 21 AufenthG): tragfähiges Geschäfts- und Finanzierungskonzept, positiver Effekt für die regionale Wirtschaft und gesicherter Lebensunterhalt. Gute Planung und langer Vorlauf sind nötig.
10. Niederlassungserlaubnis oder Daueraufenthalt EU: Fachkräfte können den unbefristeten Titel nach drei Jahren beantragen (§ 18c Abs. 1 AufenthG), u. a. mit 36 Monaten Rentenbeiträgen, gesichertem Lebensunterhalt und Deutschkenntnissen. Inhaber der Blauen Karte EU schon nach 27 Monaten, mit Deutsch auf B1-Niveau nach 21 Monaten (§ 18c Abs. 2 AufenthG).
Ohne passenden Aufenthaltstitel ist jede Beschäftigung verboten – auch tageweise oder aushilfsweise. Geschäftstermine, Meetings und Kundenbesuche sind dagegen erlaubt.
Die Darstellung ist stark verkürzt. Irrtum und Änderungen vorbehalten. Anders Consulting erbringt keine Rechtsdienstleistungen. Stand: Oktober 2026


